GGS-Blumenkamp
Klassenfotos 2017 / 18

Die integrierte Eingangsstufe

Unser pädagogisches Konzept zur integrierten Eingangsstufe erläutert für alle Beteiligten die wichtigsten Voraussetzungen und Ziele unserer Schule. Auf den folgenden Seiten haben wir die für Sie als Eltern relevanten Informationen zusammengefasst. In einer kurzen Darstellung wird der Organisationsrahmen der integrierten Eingangsstufe vorgestellt. Das gesamte Konzept ist Teil unseres Schulprogramms.    

„Nicht die Kinder müssen passend gemacht werden für unsere Schule – unsere Schule muss passend gemacht werden für die Kinder: Wir wollen die Kinder so annehmen, wie sie sind."

 Grundsatzüberlegungen zur organisatorischen Umsetzung

Zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 wurde an unserer Schule die integrierte Eingangsstufe eingeführt. Alle in dieser Stufe unterrichtenden Lehrkräfte sind gehalten, gezielte Absprachen zu treffen, die sich auf die Organisation und die didaktische und methodische Vorgehensweise des Unterrichts beziehen. Die Kinder werden konsequent in offene Unterrichtsformen eingeführt, so dass das selbständige Arbeiten erlernt und gefördert wird. Regeln und Rituale werden erarbeitet und verinnerlicht. Das Helfersystem wird angebahnt. Es werden gezielt Materialien eingesetzt, die offene Unterrichtsformen einfordern.

Die Unterrichtsorganisation in der integrierten Eingangsstufe ist genau festgelegt. Der Schulvormittag ist in feste Unterrichtsblöcke eingeteilt, um den Tagesablauf für die Kinder zu rhythmisieren. Jeder Schulmorgen wird eingeleitet mit einem offenen Unterrichtsanfang (7.45 – 8.00 Uhr). Nach einem gemeinsamen Begrüßungsritual erfolgt die Besprechung des Tagesplanes. Jeder Schulmorgen wird gegliedert in Zeiten, in denen die Kinder sowohl in jahrgangsbezogenen Gruppen als auch in heterogenen Lerngruppen unterrichtet werden. Der Unterricht in den durch äußere Differenzierung gebildeten Lerngruppen wird zur Erarbeitung und Vertiefung  neuer Lerninhalte (in den Fächern Mathematik, Deutsch) genutzt. Der verbleibende Unterricht (Sachunterricht, Sport, Musik, Kunst, Religion, Englisch) wird in den jahrgangsübergreifenden Klassen durchgeführt.

Didaktische Prinzipien sind dabei:

 die Bearbeitung von gleichen Themenfeldern auf unterschiedlichem Niveau

 die spiralförmige Wiederholung ähnlicher Unterrichtsinhalte

Konzeptionelle Überlegungen zur individuellen Förderung

Jedes Kind bekommt so viel Zeit zum Lernen, wie es braucht.

Alle schulpflichtigen Kinder werden aufgenommen; Zurückstellungen finden nur noch aus medizinischen Gründen statt.

Auch jüngere Kinder können aufgenommen werden.

Kinder, die Lernprobleme haben, werden gezielt gefördert und bleiben, sofern irgend möglich, in der Grundschule.

Die Kinder lernen nicht im Gleichschritt. Jedes Kind kann sein eigenes Lerntempo bestimmen.

Die leistungsstarken Kinder des jüngeren Jahrgangs können mit den älteren Schülern lernen.

Die Kinder des älteren Jahrgangs, die noch zusätzliche Wiederholung und Übung benötigen, können mit den jüngeren Kindern arbeiten, verbleiben aber trotzdem in der gewohnten Lerngruppe.

Förderung des selbständigen Lernens

Individualisierende Lernformen erfordern Kompetenzen der Kinder im selbständigen Arbeiten, d. h. Umgang mit Wochenplan, Stationsaufgaben, Werkstattarbeit, Partner- und Gruppenarbeit. Deshalb bildet die Einführung in diese Arbeitsformen eine Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Arbeiten in der integrierten Eingangsstufe.

Individuelle Verweildauer in der Schuleingangsphase

Die individuelle Verweildauer des einzelnen Kindes wird, je nach Lerntempo, ein bis drei Jahre umfassen, in der Regel aber zwei Jahre. Besonders leistungsstarke Kinder, die sich den Unterrichtsstoff von Klasse 1 und 2 schnell und erfolgreich angeeignet haben und auch die soziale Kompetenz erworben haben, können nach einem Jahr in die 3. Klasse übergehen. Dabei wird keine Klasse übersprungen, so dass keine Lücken in den einzelnen Lernbereichen entstehen. Diese Kinder lernen mit den älteren Kindern ihrer Lerngruppe entsprechend schneller. Kindern, die mehr Zeit brauchen oder einen erhöhten Förderbedarf haben, wird ein Zeitraum von drei Jahren zugestanden, um den Unterrichtsstoff von Klasse 1 und 2 zu bewältigen. Wichtig ist, dass die Kinder in beiden aufgeführten Fällen in ihrer gewohnten sozialen Lerngruppe bleiben. Eine Ausgrenzung wird vermieden.

Am Ende der Schuleingangsphase müssen alle Kinder, die in die Klasse 3 versetzt werden, die Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase (vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule NRW) für die Klasse 2 erfüllt haben.

Die Zeugnisse am Ende der Jahrgangsstufe 2 sind Berichtszeugnisse ohne Noten.